Mittwoch - 12. September 2018
Forschung im Bereich Hämophilie im Fokus:

Bewerbungsrunde für das Hans-Egli-Forschungsstipendium 2019 gestartet

Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) fördert wegweisende Projekte im Bereich der angeborenen Blutungskrankheiten / Bayer unterstützt das Stipendium mit einer Spende in Höhe von 30.000 Euro / Bewerbungsfrist endet am 30. November 2018

Leverkusen, 12. September 2018 – Die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) schreibt erneut das Hans-Egli-Forschungsstipendium aus. Mit diesem sollen junge Wissenschaftler/innen auf dem Gebiet der angeborenen Blutungserkrankungen finanziell gefördert werden. Das Stipendium wird ermöglicht durch eine Spende der Bayer Vital GmbH in Höhe von 30.000 Euro. Es richtet sich an Forscher bis zum 40. Lebensjahr. Für Bewerber mit Kindern erhöht sich die Altersgrenze um zwei Jahre pro Kind. Ab sofort können interessierte Forscher Bewerbungen einreichen.

„Als gemeinnütziger Verein stehen bei der GTH die Wissenschaft und Weiterentwicklung im Fokus. Daher ist es für uns ein besonderes Anliegen, engagierten Wissenschaftlern die Möglichkeit zu bieten, ihre Forschung voranzutreiben“, betont Prof. Dr. Andreas Tiede, Leiter der GTH-Geschäftsstelle und des Hämophiliezentrums der Medizinischen Hochschule Hannover. „Mit dem Hans-Egli-Forschungsstipendium können sich junge Forscher intensiv auf Ihre Forschung konzentrieren und so zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Hämophilie beitragen.“

Kriterien für die Einreichung

Ein besonderes Interesse der Förderung besteht für Projekte mit den folgenden Forschungsschwerpunkten:
• Diagnostische Forschung zu Hämophilie A und B sowie anderen angeborenen Blutungserkrankungen
• Erforschung und Bewertung neuer Therapiemöglichkeiten
• Erforschung der Inhibitorentwicklung und -therapie
• Forschung zu Einflüssen des Älterwerdens bei betroffenen Patienten, insbesondere bei Hämophilen
• Untersuchungen zu Einflüssen von Komorbiditäten bei Patienten mit angeboren Blutungserkrankungen
• Untersuchungen zu gesundheitsökonomischen Aspekten des Krankheitsbildes

Bewerbungen werden bis zum 30. November 2018 entgegengenommen. Bewerber sollten in einem maximal dreiseitigen Antrag (DIN A 4) den aktuellen Stand der Forschung darlegen, ihre eigenen Vorarbeiten zusammenfassen und ihre Ziele, Hypothesen und das geplante Arbeitsprogramm aufführen. Zusätzlich ist neben einem Lebenslauf auch ihre Publikationsliste dem Antrag beizulegen. In elektronischer Form kann die Bewerbung bei Prof. Dr. Andreas Tiede per E-Mail, mail@gth-online.org, eingereicht werden. Aktuelle Informationen sind im Internet erhältlich www.gth-online.org.

Der Sieger wird bei einer Veranstaltung im Rahmen der 63. Jahrestagung der GTH im Februar 2019 in Berlin bekannt gegeben. Der Empfänger des Forschungsstipendiums verpflichtet sich 18 Monate nach Erhalt, dem Vorsitzenden der GTH über seine Arbeit zu berichten.

Das Hans-Egli-Forschungsstipendium 2018 geht nach Wien

Über das Hans-Egli-Forschungsstipendium 2018 durfte sich Dr. Johanna Gebhart, Universitätsklinik für Innere Medizin I, Medizinische Universität Wien, freuen. Sie überzeugte mit ihrem Projekt „Parameters influencing the phenotype of non-severe haemophilia A and B.“ Der Schwerpunkt der Arbeit von Dr. Gebhart liegt in der Aufklärung von Divergenzen zwischen der Blutungsschwere bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hämophilie trotz vergleichbarer Spiegel an Faktor VIII bzw. IX.

Über Hans Egli
Hans Egli (1922-2007) zählt zu den Pionieren der Hämostaseologie in Deutschland. Das Wirken von Hans Egli beeinflusste ganz entscheidend die Möglichkeiten der Behandlung von Patienten mit angeborenen Blutungserkrankungen. Insbesondere die Einführung der Heimselbstbehandlung in Deutschland Anfang der siebziger Jahre hat er maßgeblich vorangetrieben. Damit eröffnete er den Patienten völlig neue Perspektiven für ein weitgehend selbstbestimmtes Leben. Hans Egli war unter anderem Gründungsdirektor des jetzigen Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Universität Bonn und Gründungsmitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Blutgerinnungsforschung (DAB), aus der 1982 die GTH hervorging. Besondere Verdienste hat sich Hans Egli in der Förderung und Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern im Bereich der Hämostaseologie und Transfusionsmedizin erworben.

Über die GTH
Die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) ist ein gemeinnütziger Verein im Sinne einer interdisziplinären, wissenschaftlich-medizinischen Fachgesellschaft und dient ausschließlich den Zwecken der Wissenschaft und Weiterbildung. Ziele der GTH sind unter anderem:
• die Förderung und Unterstützung wissenschaftlicher Forschung auf den Gebieten Thrombose, Hämostase, vaskuläre Medizin und Biologie,
• die Vereinigung von Forschern aus dem deutschsprachigen Raum zur Förderung und Unterstützung interdisziplinärer Forschung und Zusammenarbeit auf diesen Gebieten,
• die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf ihrem Fachgebiet sowie
• die Verbreitung des Wissens in dem Fachgebiet Thrombose- und Hämostaseforschung in der interessierten Öffentlichkeit.

Mit nationalen und internationalen Fachgesellschaften unterhält die GTH enge Kooperationen. Auf den Jahrestagungen der Gesellschaft werden aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert. Weitere Informationen finden Sie unter www.gth-online.org.

Über Hämophilie A
Hämophilie A, umgangssprachlich auch „Bluterkrankheit“ genannt, ist eine genetische Erkrankung. Durch einen Mangel oder einen Defekt des Gerinnungsfaktors VIII (FVIII) ist die Blutgerinnung gestört. Bei den Betroffenen kommt es daher immer wieder zu Blutungen in Muskeln, Gelenken oder anderen Geweben, die zu Langzeitschäden führen können. Äußere Verletzungen, auch wenn sie trivial sind, können schwerwiegende Folgen haben, da das Blut langsamer gerinnt als bei Gesunden. Das Gen für FVIII liegt auf dem X-Chromosom. Daher leiden in erster Linie Jungen und Männer an Hämophilie A. Frauen sind Überträgerinnern – sogenannte Konduktorinnen – der Krankheit und können sie an ihre Söhne weitergeben. Selbst leiden Frauen selten an den Symptomen der Hämophilie. In Deutschland leben rund 4.000 Menschen mit Hämophilie A. Neben Hämophilie A gibt es noch die seltenere Hämophilie B, bei der der Blutgerinnungsfaktor IX betroffen ist. Hämophilie ist bis heute nicht heilbar. Die frühzeitige Prophylaxe von Blutungen bei Kindern ist der Therapiestandard in Deutschland. Je früher ein Hämophilie-Patient Faktor-VIII vorbeugend erhält, desto seltener sind Gelenkblutungen, wodurch die Lebensqualität jedes einzelnen Patienten steigt. Hämophilie ist so gut behandel- und beherrschbar, dass die Betroffenen ein nahezu normales Leben führen können.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Konzern mit rund 99.800 Beschäftigten einen Umsatz von 35,0 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,4 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

Mehr Informationen unter media.bayer.de
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Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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