Mittwoch - 20. November 2019
Riesiger Behälter für den mikrobiologischen Produktionsbetrieb präzise aufgestellt

20 Tonnen am Haken

Flexibilitätserhöhung trägt steigender Nachfrage Rechnung / Investition stärkt Wettbewerbsfähigkeit / Einjährige Projektphase verlief unfallfrei
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80 m3-Fermenter wird per Kran in das Produktionsgebäude abgesenkt.

Wuppertal, 20. November 2019 – Spektakuläre Aktion bei Bayer in Wuppertal: Zwei Großkräne hievten jüngst einen 20 Tonnen schweren neuen Behälter von oben in einen mikrobiologischen Produktionsbetrieb. Zentimetergenau setzten sie den 15 Meter hohen Edelstahl-Koloss sicher auf die vorbereiteten Fundamente.

„Mit dem neuen Fermenter schaffen wir eine Kapazitätsreserve zur Herstellung von Acarbose als Wirkstoff für Menschen mit Diabetes. Die Flexibilisierung trägt maßgeblich dazu bei, in einem wichtigen Markt weiter wettbewerbsfähig zu bleiben und die steigende weltweite Nachfrage zu befriedigen“, betont Dr. Holger Weintritt, Leiter des Bayer Standorts Wuppertal. Acarbose wird mit Hilfe spezifischer Bakterien in einem mikrobiologischen Produktionsverfahren in Fermentern unter Ausschluss von Keimen hergestellt. Bayer produziert den Wirkstoff Acarbose seit 1990 in Wuppertal.

Top-Sicherheitsleistung

Besonders erfreulich: Während der gesamten einjährigen Projektzeit ereignete sich kein einziger meldepflichtiger Unfall. Und das, obwohl die Vorbereitungsmaßnahmen über weite Strecken bei laufendem Betrieb stattfanden und eine Vielzahl von Mitarbeitern unterschiedlicher Gewerke auf der Baustelle tätig waren. „Eine tolle Leistung. Sie ist Ausdruck hervorragender Planung, Abstimmung und großem Sicherheitsbewusstsein aller Beteiligten. Für ihr umsichtiges und vorausschauendes Arbeiten gilt ihnen ausdrücklich ein großer Dank“, erklärt Dr. Olivia Krampe, Leiterin der Wirkstoffproduktion.

Umfangreiche Vorarbeiten

Um den Behälter passgenau einzusetzen waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Das Investitionsprojekt wird von Clemens Walde geleitet und mit dem Team musste das Baufeld freigeräumt, einige Apparate demontiert, der Stahlbau verstärkt und Rohrleitungen gelegt werden. Hierfür nutzten die Fachleute einen geplanten Revisionsstillstand. Nicht zu vergessen: „Wir mussten das auf dem Dach befindliche Bayer-Kreuz demontieren um das Betriebsdach zu öffnen. Dies ermöglicht es den 80.000 Liter fassenden Behälter von oben hineinzuhieven“, erklärt Dipl.-Ing. Volker Klotzki, Leiter Ingenieurabteilung Wuppertal.

Erfahrene Mitarbeiter als Garanten für den Erfolg

Für den reibungslosen Verlauf sorgten vor allem die Mitarbeiter mit ihrer umfangreichen Erfahrung. „Zudem war die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Beschäftigten von Engineering und der Produktion ein wichtiger Erfolgsgarant. Bei den Arbeiten gehen wir von der Planung bis zur Inbetriebnahme nach einem exakten Schema vor: Für 100prozentige Sicherheit“, sagt Bereichsingenieur Stefan Rohde.

In den nächsten Monaten wird die Verrohrung am neuen Bioreaktor montiert und die Software installiert. Anschließend erfolgen umfangreiche Qualifizierungs- und Testläufe. Mit der Produktherstellung aus der neuen Anlage wird im Herbst des nächsten Jahres gerechnet.

Neuer Bioreaktor:

Höhe: 15 Meter
Durchmesser: 3,5 Meter
Nennvolumen: Rund 80.000 Liter
Leergewicht: 20 Tonnen
Werkstoff: Edelstahl

Über Acarbose:
Acarbose ist eine Substanz, die den Blutzuckerspiegel von Diabetes-Patienten nach einer Mahlzeit auf möglichst niedrigem Niveau hält. 1970 isolierten erstmals Wissenschaftler die von einem Bodenbakterium produzierte Acarbose. Seit 1990 verhilft der Wirkstoff unter verschieden Medikamentennamen Millionen von Diabetikern zu einem besseren Leben.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

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Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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