FACHPRESSE
Freitag - 5. August 2022
Internationales Förderprogramm im Bereich der Hämophilie:

„Bayer Hemophilia Award 2021/22“ für ein Forscherteam des Klinikums an der Goethe-Universität Frankfurt/Main

Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Wolfgang Miesbach erhält den mit über 70.000 Euro dotierten Förderpreis zur Durchführung einer Studie, die die Wirksamkeit chemischer Chaperone bei Hämophilie A untersucht / Insgesamt wurden vier Forscher aus vier Ländern ausgezeichnet und erhalten insgesamt rund 240.000 Euro

Leverkusen, 5. August 2022 – Hämophilie stellt die Medizin vor eine große Herausforderung: Sie gilt als Erbkrankheit, die sich gut behandeln lässt, für die es allerdings noch keine Heilung gibt. Daran wird an vielen Einrichtungen intensiv geforscht. Das „Bayer Hemophilia Awards Program“ (BHAP) unterstützt seit nunmehr 20 Jahren die grundlegende und klinische Forschung sowie die Ausbildung in diesem Bereich. Für das laufende Jahr wurden jetzt die Preisträger gekürt. Insgesamt erhalten vier Wissenschaftler aus vier Ländern diese Auszeichnung – darunter auch Prof. Dr. Wolfgang Miesbach aus Frankfurt.

An die Preisträger wird eine Gesamtfördersumme für innovative Forschungsansätze und Ausbildungsinitiativen in Höhe von insgesamt rund 240.000 Euro ausgezahlt. Ausgewählt wurden die Gewinner in drei Kategorien (Basic Research, Clinical Research und erstmals Patient Engagement) von einem international besetzten Gremium aus klinisch tätigen Hämophilie-Spezialisten und Forschern.

Team aus Frankfurt initiiert Studie zur Unterstützung einer Gentherapie

Einer der Preisträger ist Prof. Dr. Wolfgang Miesbach, Leiter Schwerpunkt Hämostaseologie/Hämophiliezentrum, vom Klinikum der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Für sein Forscherteam nahm er den Förderpreis im Bereich „Clinical Research“ entgegen. Die Mittel daraus fließen in die geplante „Randomisierte placebokontrollierte Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit chemischer Chaperone bei Hämophilie A“. Sie gelten als potenziell nützliche Ergänzung zur Gentherapie der Hämophilie A. Die Idee dazu geht auf eine präklinische Studie zurück, die im Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie des Universitätsklinikums Frankfurt unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Dr. E. Seifried durchgeführt wurde, wie Preisträger Miesbach erklärte: „Darin zeigte sich, dass unsere Prüfsubstanz die Freisetzung von Gerinnungsfaktoren aus den Körperzellen ins Blut fördern kann. Wir untersuchen jetzt die orale Einnahme der Prüfsubstanz bei Patienten mit einer verringerten Bildung und Freisetzung von FVIII und hoffen, damit in Zukunft die Gentherapie der Hämophilie positiv beeinflussen und unterstützen zu können.“ Hintergrund der Überlegungen ist, für die Hämophilie ein Behandlungskonzept zu entwickeln, das Heilung bringen kann. Das motiviert auch Prof. Miesbach und sein Team: „Mit der Gentherapie könnte es gelingen, die Konzentration des Gerinnungsfaktors nach einer einzigen intravenösen Infusion möglichst dauerhaft anzuheben und dadurch die Lebensqualität wesentlich zu verbessern. Das ist eine faszinierende Aussicht.“ Die jetzt geförderte Studie soll weitere Erkenntnisse dazu liefern. Prof. Miesbach betrachtet diesen international renommierten und hochdotierten Preis als eine Bestätigung für das gesamten Forschungsteam. „Diese Würdigung zeigt uns, dass die Erforschung neuer Therapieoptionen wichtig ist, um die Behandlung der Hämophilie dahingehend zu optimieren, dass die Lebensqualität der Patienten so wenig wie möglich beeinträchtigt wird.“ Der Förderpreis für die Forschungsgruppe ist mit rund 70.000 Euro dotiert.

„Bayer Hemophilia Awards Program“ 2022/23 gestartet

Mit der Benennung der aktuellen Preisträger startet auch die neue Bewerbungsphase für das Förderprogramm zur Forschung im Bereich der Hämophilie. Auf diesem Gebiet tätige Ärzte und Forscher sind eingeladen, sich ab sofort für die Teilnahme am „Bayer Hemophilia Awards Program“ (BHAP) 2022/23 zu bewerben. Zum 20. Mal vergibt Bayer dann die Auszeichnungen für innovative Projekte in der Grundlagen- und klinischen Forschung, die dazu beitragen, die Therapieansätze von Hämophilie zu verbessern. Einsendungen für den BHAP-Bewerbungszyklus 2022/2023 werden bis 30. November 2022 berücksichtigt. Die Preisträger werden im Juli 2023 bekannt gegeben. Alle Informationen und Bewerbungsunterlagen sind auf www.bayer-hemophilia-awards.com abrufbar.

Über das “Bayer Hemophilia Awards Program”
Das „Bayer Hemophilia Awards Program“ ist ein Beispiel für das Engagement von Bayer zur Förderung des wissenschaftlichen und klinischen Wissens, das die Behandlung von Hämophilie-Patienten verbessert. Die Prioritäten der Forschungsprojekte im „Bayer Hemophilia Awards Program“ reichen von Grund- und Begleiterkrankungen über therapeutische Innovationen bis zur Untersuchung molekularer Mechanismen oder experimenteller Modelle. Die Auszeichnung wird jährlich in verschiedenen Kategorien vergeben: Clinical Research Project, Basic Research Project, Fellowship Project sowie Patient Engagement.

Das „Bayer Hemophilia Awards Program“ unterstützt Grundlagenforschung und klinische Forschung, aber auch Ausbildungsinitiativen zum Thema Hämophilie. Eines der Hauptziele des „Bayer Hemophilia Awards Program“ ist die Förderung von jungen Wissenschaftlern und Fachärzten in der Weiterbildung sowie Fachpersonal in der Betreuung von Patienten mit Hämophilie. Dies soll die Entwicklung der nächsten Generation an Betreuungs- und Behandlungsoptionen für Menschen mit Hämophilie weltweit unterstützen. Seit seiner Initiierung im Jahr 2002 hat das „Bayer Hemophilia Awards Program“ mehr als 318 Preisträger mit Preisgeldern im Wert von über 38 Millionen US-Dollar an Wissenschaftler und Betreuer mehr als 32 Ländern weltweit ausgezeichnet. Durch diese Unterstützung wurden schon mehr als 440 wissenschaftliche Artikel und Abstracts veröffentlicht. Weitere Informationen zum „Bayer Hemophilia Awards Program“ finden Sie unter www.bayer-hemophilia-awards.com.

Über Hämophilie A
Bei Hämophilie handelt es sich um eine erbliche Erkrankung, bei der eines der Proteine, das für die Blutgerinnung erforderlich ist, fehlt oder nur in geringer Konzentration vorhanden ist. Weltweit sind ungefähr 400.000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Hämophilie A ist die häufigste Form der Hämophilie, bei der die Blutgerinnung durch den fehlenden oder defekten Gerinnungsfaktor VIII gestört ist. Bei an dieser Krankheit leidenden Patienten treten häufig Blutungen in Muskeln, Gelenken und Geweben auf, die im Laufe der Zeit chronische Gelenkschäden verursachen können. Verletzungen können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht angemessen behandelt werden, da das Blut bei Patienten mit Hämophilie langsamer gerinnt als bei gesunden Menschen. Von Hämophilie A sind Menschen weltweit betroffen, mit einer geschätzten Häufigkeit von 1 zu 5.000 männlichen Lebendgeburten. So gibt es derzeit ungefähr 6.000 Betroffene in Frankreich, 4.000 in Deutschland und 13.000 in den USA.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.com/de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

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Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.com/de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Kontakt


Svenja Krämer

Bayer Vital GmbH Communication
General Medicine und Oncology
Telefon: +49 174 30-04051