Dienstag - 19. November 2019
Vernachlässigte Tropenkrankheiten

Bayer erweitert Zusammenarbeit mit WHO zur Bekämpfung von Infektionen durch den Schweinebandwurm als Ursache für Epilepsie

5-Jahres-Vereinbarung über Arzneimittelspenden und finanzielle Unterstützung bei der Behandlung von Infektionen durch den Schweinebandwurm T. solium (Taeniasis) / Gewebeinfektionen im Gehirn durch Larven des Schweinebandwurms (Neurozystizerkose) sind häufigste Ursache für Epilepsie in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen / Kontrolle von Taeniasis und Neurozystizerkose als Ursache von Epilepsie im Fokus der neuen NTD (Vernachlässigte Tropenkrankheiten) Roadmap 2021 - 2030 der Weltgesundheitsorganisation
download
Stefan Oelrich (links), Dr. Mwelecele Ntuli (rechts)

Berlin, 19. November 2019 – Bayer und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kooperieren zur Bekämpfung von Taeniasis und Neurozystizerkose, der vermeidbaren Hauptursache von Epilepsie in Entwicklungsländern.

„Wir müssen T. Solium-Infektionen von Menschen und Schweinen verhindern und kontrollieren, um Taeniasis vollständig zu eliminieren“, sagte Dr. Mwelecele Ntuli Malecela, Direktorin des WHO-Departments für die Kontrolle vernachlässigter Tropenkrankheiten. „Die heute vereinbarte Zusammenarbeit mit Bayer wird unseren vorgeschlagenen integrierten Ansatz in den Bereichen Veterinär-, Humangesundheit und Umwelt erheblich stärken.“

Nach Einschätzung der WHO verursacht Taeniasis/Neurozystizerkose mehr als 28.000 Todesfälle pro Jahr und beträgt die Krankheitslast gemessen in so genannten DALYs (Disability-Adjusted Life Year) 2,79 Millionen. Ein DALY steht für den Verlust eines „gesunden“ Lebensjahres.

Taeniasis und Zystizerkose wurden gerade neu in die Liste der WHO NTD Roadmap 2030 aufgenommen.

„Bayer engagiert sich seit langem für Patienten, die unter vernachlässigten Tropenkrankheiten leiden“, sagte Stefan Oelrich, Vorstandsmitglied der Bayer AG und Präsident der Pharmaceuticals Division des Unternehmens. „Wir unterstützen das Ziel der WHO, diese Krankheiten zu bekämpfen und zu beseitigen. Dies hilft Patienten an den ärmsten und entlegensten Orten unserer Welt, in denen der Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Gesundheitsversorgung begrenzt ist. Als Hersteller von zwei wirksamen Arzneimitteln zur Behandlung von Taeniasis beteiligen wir uns an der Bekämpfung dieser Krankheit.“

Während der erwachsene Bandwurm im menschlichen Darm keine größeren gesundheitlichen Auswirkungen verursacht, können Bandwurm-Larven (Cysticerci) beim Menschen in Muskeln, Haut, Augen und dem zentralen Nervensystem zu einer so genannte Zystizerkose mit unter Umständen verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit führen.

Wie andere Vernachlässigte Tropenkrankheiten sind Infektionen mit T. solium mit bestehenden Medikamenten und Interventionen behandelbar und damit vermeidbar. Mit Praziquantel („Biltricide“®) und Niclosamid („Yomesan“®) wird Bayer zur Behandlung der Taeniasis zwei wirksame Medikamente zur Verfügung stellen, die Bestandteil der aktuellsten WHO-Liste lebenswichtiger Medikamente sind.

Über Bayer und vernachlässigte Tropenkrankheiten
Gemeinsam mit anderen Pharmaunternehmen leistet Bayer einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von NTDs (wie in der WHO-Roadmap, der London Declaration on NTDs und dem Nachhaltigkeitsziel #3 beschrieben). Seit über 15 Jahren stellt das Unternehmen der WHO zwei Wirkstoffe gegen Chagas und die Afrikanische Schlafkrankheit kostenlos zur Verfügung, ebenso wie finanzielle Unterstützung für Vertrieb und Logistik.

Die von der WHO in der Demokratischen Republik Kongo erfolgreich eingesetzten und von Bayer seit 2013 unterstützten mobilen Einsatzteams zur Bekämpfung lokaler Ausbrüche haben wesentlich zur Reduzierung der Krankheitslast beigetragen. Dieser Erfolg hat Bayer veranlasst, die finanzielle Unterstützung dieser Teams bis 2020 zu verdoppeln und damit die Ausbildung von Personal und die Überwachung infektionsgefährdeter Bereiche zu fördern.

Seit 2018 hat Bayer auch seine jährliche finanzielle Unterstützung für die WHO im Kampf gegen die Chagas-Krankheit erhöht. Dies hilft den nationalen Programmen zur Bekämpfung von Krankheiten, die auf einen wirksamen Schutz gegen die Krankheitsübertragung, eine bessere Patientenversorgung und gezielte Aufklärungskampagnen abzielen. Bayer entwickelt auch den Wirkstoff Nifurtimox für die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Chagas-Infektion. Seit 2014 arbeiten Bayer und die gemeinnützige Organisation Drugs for Neglected Diseases Initiative (DNDi) bei der Entwicklung einer neuen Therapie gegen Flussblindheit zusammen.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de



Mehr Informationen finden Sie unter www.pharma.bayer.com
Folgen Sie uns auf Facebook: www.facebook.com/pharma.bayer
Folgen Sie uns auf Twitter: @BayerPharma

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Download Center
0
Datei(en) gesammelt

Download Center öffnen

Ansprechpartner


Ulrike Schröder

Corporate Social Responsibility
Telefon: +49 30 468-192206