FACHPRESSE
Dienstag - 19. April 2022
Hämophilie-Programm JOINT HEALTH:

Bayer spendet erneut 250.000 Euro für Projekte zur Förderung der Gelenkgesundheit bei Hämophilie

JOINT HEALTH Förderung zum fünften Mal vergeben / Unabhängiger wissenschaftlicher Beirat entschied im April über die Vergabe / Einzelspenden von bis zu 50.000 Euro für sieben Projekte zum Erhalt und zur Verbesserung der Gelenkgesundheit von Menschen mit Hämophilie

Leverkusen, 19. April 2022 – Die Empfänger der JOINT HEALTH Spenden 2022 stehen fest: Sieben Projekte zum Erhalt oder zur Verbesserung des Gelenkstatus bei Hämophiliepatienten werden von Bayer mit Einzelbeträgen in Höhe von bis zu 50.000 Euro gefördert. Über die Vergabe der Spenden hat ein sechsköpfiger unabhängiger wissenschaftlicher Beirat entschieden. Bayer hat das Spendenprogramm JOINT HEALTH zur Unterstützung innovativer Konzepte zur Förderung der Gelenkgesundheit bei Hämophilie 2017 ins Leben gerufen. Im Dezember letzten Jahres wurden zu diesem Zweck erneut 250.000 Euro ausgeschrieben. Zwar ist Hämophilie in Deutschland dank moderner Versorgung und Therapien gut behandelbar, doch Gelenkblutungen und sich daraus entwickelnden Hämarthrosen sind weiterhin häufige Folgeerscheinungen, die sich auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. Genau hier setzt das JOINT HEALTH Programm an.

Die JOINT HEALTH Spendenempfänger 2022

Mit einem Förderbeitrag berücksichtigt wurde die Einreichung des Instituts für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin des Universitätsklinikums Saarland zum Thema „Interleukin-6 als Biomarker für Blutung und Gelenkgesundheit bei Hämophilen“. Die Jury stufte die Aktualität und Relevanz des Themas Interleukin-6 am höchsten unter allen Einreichungen ein und bewertete es als wissenschaftlich wichtig und bedeutend für die Zukunft.

Überzeugen konnte auch das Projekt „Quantitative und qualitative Bewegungsanalyse zur Früherkennung von Gelenkschäden bei pädiatrischen Hämophiliepatienten“ der Kinderklinik Tübingen. Mit dem Einsatz einer innovativen videobasierten Ganganalyse können Gelenkveränderungen bereits im Kindesalter erkannt werden, was zum langfristigen Erhalt der Gelenkgesundheit bis ins Erwachsenenalter beiträgt.

Erkenntnisse zu Schmerzmechanismen

Eine Spende erhielt darüber hinaus das Projekt „Schmerzen bei Hämophilie: Prävalenz, longitudinaler Verlauf, Effekt von Maßnahmen, Häufigkeit von neuropathischen Komponenten und Chronifizierung“ des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Jury bewertete das Projekt als förderungswürdig, da Erkenntnisse zu Schmerzmechanismen und zum Effekt von Maßnahmen dazu beitragen können, die Therapie und damit die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Für ihre „Hemophilia Joint Health Alliance“ erhielt das Hämophiliezentrum der Abteilung für pädiatrische Hämostaseologie im Dr. von Haunerschen Kinderspital eine Spende aus dem JOINT HEALTH Programm. Das Modellprojekt sieht eine engere Verknüpfung der Zentren und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit vor, damit Patienten noch besser von kinderorthopädischer und hämophiliespezifischer Expertise profitieren.

Förderung eines aktiven Lebensstils

Unter dem motivierenden Motto „Just Move It – to the future” stand die Bewerbung des Teams der klinischen und molekularen Hämostaseologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Frankfurt. Das Projekt punktete bei der Jury, weil es durch innovative physiotherapeutische Therapiekonzepte und digitale Leistungsdiagnostik einen aktiven, die Gelenkgesundheit erhaltenden Lebensstil bei jungen Erwachsenen mit Hämophilie fördert.

Mit ihrer Studie „Vergleichender Verlauf der Gelenkgesundheit bei 29 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hämophilie A und identischer Mutation (p. Tyr 1699 Phe) im Faktor 8-Gen“ bewarb sich das Team des Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn erfolgreich um einen Förderbeitrag aus dem JOINT HEALTH Programm. Die Experten schätzten vor allem die Relevanz des darin abgebildeten Themas spontane Blutungen als hoch ein und sprachen den Forschern einen Förderbeitrag zu.

Nach Bonn floss auch eine weitere Fördersumme, sie unterstützt das Projekt „Konservativ-orthopädische Versorgung von Patienten mit angeborenen oder erworbenen Blutungsneigungen im Rahmen einer interdisziplinären Sprechstunde“ des Hämophiliezentrums Bonn und Instituts für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Universitätsklinik. Im Zentrum des Projekts stehen die individuelle Verbesserung der Gelenksituation und die Entwicklung eines multimodalen MSK*-Therapie-Modells bei Personen mit Blutungsneigung auf der Basis einer individuellen Sprechstunde.

Dr. Klaus Horn, Leiter Hämatologie bei der Bayer Vital: „Der diesjährige Welt-Hämophilie-Tag erinnert uns mit seinem Motto ‚Access for all‘ daran, wie wichtig es ist, allen Hämophiliepatienten die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen. JOINT HEALTH leistet hierzu einen Beitrag, indem es auch in diesem Jahr wieder Projekte unterstützt, die vielen Patienten zu mehr Gelenkgesundheit und damit zu mehr Lebensqualität verhelfen.“ Über JOINT HEALTH hinaus engagiert sich Bayer als Sponsor der World Federation of Hemophilia (WFH) auch international für Menschen mit Hämophilie. Bayer unterstützt die Non-Profit-Organisation sowohl finanziell als auch mit Faktorpräparaten für Länder mit einer unzureichenden medizinischen Versorgung. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: https://www.faktorviii.de/fuer-patienten/engagement/fviii-spende

Über den JOINT HEALTH Beirat

Bei der Spendenvergabe im Rahmen des JOINT HEALTH Programms berät Bayer ein unabhängiger wissenschaftlicher Beirat. Er beurteilt die Einreichungen nach deren Innovationscharakter, Relevanz und Aktualität der Projekte und bewertet ihre Effektivität im Hinblick auf die Verbesserung von Diagnostik, Therapie oder Prävention der Gelenkgesundheit. Darüber hinaus sind die wissenschaftliche Qualität, Methodik der Umsetzung und Nachhaltigkeit weitere Evaluationskriterien.

Zum JOINT HEALTH Beirat gehören sechs Experten aus den Bereichen Hämophilie und Orthopädie: der ehemalige Leiter des Hämophilie-Zentrums Bonn Dr. Hans-Hermann Brackmann, Björn Drebing für die Deutsche Hämophiliegesellschaft (DHG) e.V., die Hämostaseologin und Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin Dr. Carmen Escuriola-Ettingshausen vom Hämophiliezentrum Rhein-Main (HZRM), der Chefarzt der Kölner Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Malteser Krankenhaus St. Hildegardis Prof. Dr. Peter Pennekamp, der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Hämophiler (IGH) e.V. Christian Schepperle und Dr. Elinor Switzer, Project Managerin Journals bei Thieme Publishers, u.a. zuständig für die Fachzeitschrift „Thrombosis and Haemostasis“.

Die JOINT HEALTH Projekte 2022 im Überblick

InstitutProjekt
Institut für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin, Universitätsklinikum des SaarlandesInterleukin-6 als Biomarker für Blutung und Gelenkgesundheit bei Hämophilen
Kinderklinik Tübingen, Abteilung IQuantitative und qualitative Bewegungsanalyse zur Früherkennung von Gelenkschäden bei pädiatrischen Hämophiliepatienten
Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfSchmerzen bei Hämophilie: Prävalenz, longitudinaler Verlauf, Effekt von Maßnahmen, Häufigkeit von neuropathischen Komponenten und Chronifizierung
Hämophiliezentrum LMU Klinikum, Bereich Pädiatrie, Abt. für pädiatrische Hämostaseologie; Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen KinderspitalHemophilia Joint Health Alliance
Klinische und molekulare Hämostaseologie, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum FrankfurtJust Move It – to the future
Medizinische Fakultät der Universität Bonn, Institut für Experimentelle Hämatologie und TransfusionsmedizinVergleichender Verlauf der Gelenkgesundheit bei 29 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Hämophilie A und identischer Mutation (p. Tyr 1699 Phe) im Faktor 8-Gen
Hämophiliezentrum Bonn, Institut für Experimentelle Hämatologie und Transfusionsmedizin der Universitätsklinik BonnKonservativ-orthopädische Versorgung von Patienten mit angeborenen oder erworbenen Blutungsneigungen im Rahmen einer interdisziplinären Sprechstunde

*MSK = Muskuloskelettale Physiotherapie

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen Menschen nützen und die Umwelt schonen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Bayer verpflichtet sich dazu, mit seinen Geschäften einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Die Marke Bayer steht weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten einen Umsatz von 44,1 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich bereinigt um Sondereinflüsse auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de


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Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Kontakt


Svenja Krämer

Bayer Vital GmbH Communication
General Medicine und Oncology
Telefon: +49 214 30-58274