Donnerstag - 20. Februar 2020
PHILOS-Förderpreis unterstützt herausragende Betreuungsprojekte:

Bayer verleiht PHILOS-Preis an Wegbegleiter von Menschen mit Hämophilie

Platz 1 und 10.000 Euro für die internetbasierte Entscheidungshilfe „Haem-o-mat“ zur Auswahl der geeigneten Freizeitsportarten / Platz 2 und 5.000 Euro gehen an die DHG für ihr Projekt „Hämophilie und Alter“ / Platz 3 und 2.500 Euro für die Chatfunktion auf Arabisch der IGH-App / Gewinner des mit 2.500 Euro dotieren Publikumspreises ist der „Bewegungstag mit Spritzenkurs und Erfahrungsaustausch“ der IGH / Bewerbungsrunde für den PHILOS 2020 startet ab sofort bis zum 30.06.2020
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Platz 1: „Haem-o-mat“ – internetbasierte Entscheidungshilfe zu Freizeitsportarten der IGH Eine internetbasierte Entscheidungshilfe der Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. (IGH) erhält den mit 10.000 Euro dotierten ersten Platz des PHILOS-Förderpreises. Der Haem-o-mat schlägt den Benutzern individuell für sie geeignete Sportarten vor.

Leverkusen, 20. Februar 2020 – Bayer hat die diesjährigen Gewinner des PHILOS-Förderpreises im Rahmen der 64. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) in Bremen bekannt gegeben. Großer Gewinner dieser Ausschreibungsrunde ist die Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. (IGH), die drei der insgesamt vier Preise erhält. Zum achten Mal zeichnet Bayer mit dem insgesamt 20.000 Euro dotierten PHILOS-Förderpreis Wegbegleiter aus, die vorbildliche Betreuungsprojekte für Menschen mit Hämophilie initiieren. Die Preisgelder sollen die Umsetzung oder Weiterführung der Projekte ermöglichen und so Hämophilie-Patienten und ihren Angehörigen den Alltag mit der seltenen Erkrankung erleichtern.

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Platz vergibt die PHILOS-Jury an die IGH für die Entwicklung einer internetbasierten Entscheidungshilfe für geeignete Freizeitsportarten (Advice Application). Anhand eines Online-Fragebogens schlägt der „Haem-o-mat“ (www.haem-o-mat.de) Benutzern die individuell für sie geeigneten Sportarten vor und berücksichtigt dabei neben dem Alter und etwaigen körperlichen Einschränkungen auch persönliche Vorlieben. So animiert das Tool Menschen mit Hämophilie jeden Alters zu mehr Bewegung im Alltag – was bei dieser chronischen Erkrankung von besonders hoher Bedeutung ist.

Auf Platz zwei wählte die fachkundige Jury die Deutsche Hämophiliegesellschaft e.V. (DHG). Ihr Projekt „Hämophilie und Alter“ wird mit einem PHILOS-Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro gefördert. Im Rahmen des Projekts animieren engagierte Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler Senioren mit altersgerechten Muskel- und Ausdauertrainings zur Sturzprophylaxe und gehen dabei individuell auf die Bedürfnisse bei körperlich eingeschränkten Teilnehmern ein. Bei den regelmäßigen Gruppentreffen findet außerdem ein reger Erfahrungsaustausch zu altersspezifischen Themen statt.

Den dritten Platz belegt das multikulturelle Projekt „Arabische Hilfe in der IGH-App“. Der aus Syrien stammende Arzt Dr. Mohammed Alrifai hat das Konzept in Zusammenarbeit mit der IGH e.V. entwickelt. Die neue Chatfunktion in der App soll dazu beitragen, Sprachbarrieren zwischen medizinischem Personal in den Hämophiliezentren und arabischsprachigen Betroffenen zu überwinden. Die Patienten haben die Möglichkeit, sich mittels der App untereinander auszutauschen sowie mit Betreuern und Ärzten zu kommunizieren. Eine willkommene Hilfe für die Realisierung ist das Startgeld in Höhe von 2.500 Euro.

PHILOS-Publikumspreis für den „Bewegungstag“

Der ebenfalls mit 2.500 Euro dotierte PHILOS-Publikumspreis wurde im September 2019 per Online-Voting auf der PHILOS-Webseite von der Öffentlichkeit gewählt. Knapp 300 Menschen nahmen teil und stimmten für ihren Favoriten. IGH-Geschäftsführer Christian Schepperle sowie Mit-Initiatorin Tanja Zaiser und ihre Familien konnten sich in diesem Jahr gegen die Mitbewerber durchsetzen. Seit mehr als zehn Jahren veranstalten sie einen „Bewegungstag mit Spritzenkurs und Erfahrungsaustausch“ in Rottenburg am Neckar. Neben einer gesicherten Bewegungslandschaft für Kinder beinhaltet das Programm auch Schulungsvorträge für Eltern und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch. Beim Spritzenkurs können die Familien unter fachärztlicher Anleitung das venöse Spritzen erlernen und damit mehr Unabhängigkeit im Alltag mit der Erkrankung gewinnen.

Die PHILOS-Juroren

Eine sechsköpfige Jury ermittelte die Gewinner der drei Hauptpreise: Sybille Aumann ist Hämostaseologie-Assistentin an der pädiatrischen Klinik für Hämatologie/Onkologie der Universitätsklinik Magdeburg. Die Fachärztin für Innere Medizin Dr. Katharina Holstein ist am Hämophiliezentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf tätig. Dr. Elinor Switzer arbeitet als „Project Manager Journals“ bei Thieme Publishers unter anderem für die Fachzeitschriften „Thrombosis and Haemostasis“ und „Hämostaseologie“. Tobias Becker ist selbst von Hämophilie betroffen und Georg Menzel hat zwei Söhne mit der chronischen Erkrankung. Ergänzt wird der PHILOS-Expertenkreis durch Dr. Klaus Horn, Leiter Hämatologie bei Bayer Vital.

Bewerbung für den PHILOS 2020: Jetzt mitmachen!

Auch 2020 sollen mit dem PHILOS wieder drei Betreuungsprojekte geehrt und zusätzlich ein Publikumspreis verliehen werden. Die Gewinner können sich erneut über ein Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro und einen Imagefilm freuen, der bei der Preisverleihung präsentiert wird. Es können sowohl bestehende Betreuungsprojekte als auch Projektideen, für die ein umsetzungsreifes Konzept vorliegt, eingereicht werden. Die Ausschreibung zum PHILOS 2020 beginnt am 20.02.2020. Bewerbungsschluss ist der 30.06.2020. Informationen unter www.philos.bayer.de

Über Hämophilie A
Bei Hämophilie handelt es sich um eine erbliche Erkrankung, bei der eines der Proteine, das für die Blutgerinnung erforderlich ist, fehlt oder nur in geringer Konzentration vorhanden ist. Weltweit sind ungefähr 400.000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Hämophilie A ist die häufigste Form der Hämophilie, bei der die Blutgerinnung durch den fehlenden oder defekten Gerinnungsfaktor VIII gestört ist. Bei an dieser Krankheit leidenden Patienten treten häufige Blutungen in Muskeln, Gelenken und Geweben auf, die im Laufe der Zeit chronische Gelenkschäden verursachen können. Verletzungen können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht angemessen behandelt werden, da das Blut bei Patienten mit Hämophilie langsamer gerinnt als bei gesunden Menschen. Von Hämophilie A sind Menschen weltweit betroffen, mit einer geschätzten Häufigkeit von 1 zu 5.000 männlichen Lebendgeburten. So gibt es derzeit ungefähr 6.000 Betroffene in Frankreich, 4.000 in Deutschland und 13.000 in den USA.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

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Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Ansprechpartner


Svenja Krämer

Bayer Vital GmbH Communication
General Medicine und Oncology
Telefon: +49 214 30-58274