Montag - 13. Januar 2020

Früherer Bayer-Forschungsleiter Prof. Dr. Karl Heinz Büchel gestorben

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Prof. Dr. Karl Heinz Büchel

Leverkusen, 13. Januar 2020 – Prof. Dr. Karl Heinz Büchel, ehemaliges Vorstandsmitglied der Bayer AG, ist am 11. Januar 2020 im Alter von 88 Jahren gestorben. Prof. Dr. Büchel gehörte dem Vorstand der Bayer AG vom 1. Juli 1977 bis 31. Dezember 1994 an. Während dieser Zeit zählte zu seinem Aufgabenbereich u.a. die Leitung des Vorstandsausschusses „Forschung und Entwicklung“. Am 1. Januar 1995 trat Prof. Büchel seinen Pensionsurlaub an.

„Prof. Büchel hat die Forschung des Bayer-Konzerns fast zwei Jahrzehnte lang geprägt und war einer der herausragenden Wissenschaftler in der Geschichte unseres Unternehmens“, erklärt Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG. „Unter seiner Leitung wurden zahlreiche bedeutende Medikamente und Pflanzenschutzwirkstoffe entwickelt, die zum Teil bis heute das Leben vieler Menschen weltweit verbessern.“

Karl Heinz Büchel wurde am 10. Dezember 1931 in Beuel geboren. Er studierte Chemie an der Universität Bonn, wo er 1958 promovierte und anschließend Assistentenfunktionen übernahm. Danach war er fünf Jahre in der internationalen Forschungsorganisation der Royal Dutch Shell Gruppe tätig.

1966 trat Büchel in das Wissenschaftliche Hauptlabor der Bayer AG ein. Er spezialisierte sich auf Pflanzenschutzforschung, wurde 1971 Leiter der Chemischen Forschung Pflanzenschutz im Forschungszentrum Elberfeld und übernahm 1975 die Leitung des Wissenschaftlichen Hauptlabors der Bayer AG in Leverkusen. 1976 wurde er als Direktor mit der Leitung des Zentralbereichs Zentrale Forschung der Bayer AG betraut. Ein Jahr später erfolgte die Berufung in den Vorstand der Bayer AG.

1975 wurde Büchel zum Honorarprofessor an der TH Aachen ernannt, an der er ab 1973 über Organische Chemie las. 1989 erhielt er einen weiteren Lehrauftrag und eine Honorarprofessur an der Universität Bonn. Die wissenschaftliche Tätigkeit von Prof. Büchel fand ihren Niederschlag in zahlreichen Publikationen und Patenten, vorwiegend auf den Gebieten der niedermolekularen Chemie, insbesondere des Pflanzenschutzes und der Pharma. Hier sind in erster Linie Synthesen neuer Antimykotika, Fungizide, Insektizide und Herbizide zu nennen, aus denen wichtige Handelsprodukte von Bayer wie Canesten™, Mycospor™, Bayleton™, Baytan™, Baycor™, Peropal™, Goltix™ und Folicur™ hervorgegangen sind.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt Prof. Büchel 1981 die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität München und 1985 der Universität Bielefeld. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. 1994 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, Halle, berufen. Darüber hinaus war Prof. Büchel Mitglied in zahlreichen Wissenschaftsinstitutionen, Akademien und Fachgesellschaften im In- und Ausland.

Prof. Büchel hinterlässt eine Ehefrau und zwei erwachsene Kinder.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

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