Freitag - 7. Dezember 2018
Bayer Bitterfeld GmbH verlieh erneut einen „Wissenschaftspreis“

Junger Wissenschaftler mit Unternehmenspreis ausgezeichnet

Preisträger studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
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Prof. Karsten Mäder (Direktor am Institut für Pharmazie der MLU) Preisträger Dr. Christian Arlt, Dr. Frank Wilgmann (Geschäftsführer der BBG)

Halle-Saale, 7. Dezember 2018 – Zum elften Mal verlieh die Bayer Bitterfeld GmbH den Wissenschaftspreis des Unternehmens für eine hervorragend Dissertationen im Jahr 2017/2018 an der Martin-Luther-Universität Halle, Institut für Pharmazie. Die Preisverleihung erfolgte in der Historischen Aula der Martin-Luther-Universität während der feierlichen Zeugnisübergabe an die Absolventen der Fachrichtung Pharmazie.

Der Wissenschaftspreis wurde ausgeschrieben. Eine Jury, die sich aus Vertretern der Universität und der Bayer Bitterfeld GmbH zusammensetzte, bewertete die eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten.

Bei den eingegangenen Bewerbungen waren die Qualität und die thematische Breite der Forschungsdisziplinen in der Pharmazie in Halle bemerkenswert. Die Jury ließ sich bei der Auswertung leiten von Kriterien wie Originalität der Arbeit, von der internationalen Sichtbarkeit der Erforschung, hervorgegangen aus der Dissertation, und von der Anfertigung der Arbeit an der Martin-Luther-Universität.

Mit dem Wissenschaftspreis der Bayer Bitterfeld GmbH wurde in diesem Jahr Dr. Christian Arlt geehrt, der seine Arbeit am Institut bei Professor Dr. Andrea Sinz anfertigte.

Dr. Christian Arlt befasste ich mit dem Thema „Massenspektrometrische Untersuchungen am Tumorsuppressorprotein p53.“

In einer Laudatio beschrieb Professor Andrea Sienz den Inhalt der Dissertation: „P53 ist eines der bedeutendsten Tumorsuppressorproteine, das auch als „Wächter des Genoms“ bezeichnet wird. Seine besondere medizinische Bedeutung ergibt sich unter anderem daraus, dass p53 in 50 % aller Tumoren im Menschen mutiert ist. P53 gehört zur Klasse der intrinsisch ungeordneten Proteine, deren strukturelle Charakterisierung große Herausforderungen mit sich bringt. Obwohl seit der Entdeckung von p53 fast 40 Jahre vergangen sind, ist seine Struktur immer noch größtenteils unaufgeklärt. Herr Dr. Christian Arlt nahm die Herausforderung an, das schwierige Thema der strukturellen Charakterisierung von humanem Vollängen-p53 zu bearbeiten. Er legt eine Dissertation vor, in der komplementäre massenspektrometrische Techniken eingesetzt werden, um Strukturinformationen über p53 zu gewinnen. Insgesamt besticht die von Herrn Arlt vorgelegte Arbeit durch die Vielzahl der angewandten Methoden, die von molekularbiologischen, proteinbiochemischen bis hin zu chromatographischen und massenspektrometrischen Methoden reichen. Aus Herrn Arlts Arbeit gingen insgesamt neun Publikationen hervor, die in hochklassigen internationalen Fachzeitschriften, unter anderem Angewandte Chemie, Nature Protocols und Analytical Chemistry, veröffentlicht wurden. Bei drei dieser Arbeiten stellt Herr Arlt den Erstautor. Herr Arlt bringt mit seiner Arbeit das Feld der strukturellen Massenspektrometrie für die Charakterisierung von intrinsisch ungeordneten Proteinen ganz wesentlich voran. Aufbauend auf den von Herrn Arlt erzielten Ergebnissen werden in meiner Abteilung momentan weiterführende Studien zur Struktur des p53-Tetramers und anderen intrinsisch ungeordneten Proteinen durchgeführt. Die Ergebnisse bilden zudem die Grundlage für ein Projekt in dem kürzlich von der DFG bewilligten Graduiertenkolleg „Intrinsically Disordered Proteins – Molecular Principles, Cellular Functions, and Diseases“, bei dem ich Sprecherin bin.“

Dr. Frank Wilgmann, Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH, überreichte den Preis. Er sagte: „Mit der Verleihung des Wissenschaftspreises folgen wir einer langen Tradition der Bayer AG, wissenschaftliche Leistungen anzuerkennen. Mit dem Preis wollen wir aber auch auf uns aufmerksam machen als hochmoderner Produktionsstandort und interessanter Arbeitgeber in unmittelbarer Nähe zur Universität“.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Konzern mit rund 99.800 Beschäftigten einen Umsatz von 35,0 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,4 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Hinweis an die Redaktionen:
Fotos der Veranstaltung stehen ab Montag, 10. Dezember 2018 zur Verfügung.

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Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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