Mittwoch - 2. Oktober 2019
Iberogast®-Symposium präsentiert aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung

Magen-Darm-Beschwerden und Mikrobiom: Symposium beleuchtet komplexes Zusammenspiel

Mikrobiom-Forschung: Studien zeigen Regulationsfunktion des Magens für das Mikrobiom und legen positiven Einfluss von STW5 auf das Darm-Mikrobiom nahe / Multimodales Therapiemanagement hilft bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen: Lebensstilinterventionen können phytotherapeutischen Ansatz sinnvoll ergänzen / Multi-Target-Therapie bei Reizmagen und Reizdarm: Iberis-amara-Kombination bekämpft effektiv gestörte Motilität, Inflammation, Hypersensitivität und stärkt die Darmbarriere
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Prof. Dr. med. Peter Malfertheiner (Klinikum der Universität München) erläuterte die Regulationsfunktion des Magens für das Darm-Mikrobiom.

Wiesbaden, 2. Oktober 2019 – Einen Einblick in die spannende Welt der Magen-Darm-Forschung bot das Iberogast®-Symposium am 2. Oktober 2019 im Rahmen der DGVS-Jahrestagung in Wiesbaden, zu dem Bayer Vital geladen hatte. „Der Magen: das Tor zum Darm-Mikrobiom“ – dieser inhaltlichen Ausrichtung der Veranstaltung folgend, widmeten sich die gastroenterologischen Fachärzte und Experten in ihren Vorträgen einem hochaktuellen Themenspektrum. Neben dem neuesten Forschungsstand zum Mikrobiom wurden unter anderem die Funktion des Magens als Kontrollstation für das Darm-Mikrobiom sowie die Wirkung von Phytopharmaka auf die mikrobielle Zusammensetzung erörtert. Darüber hinaus standen eine herausfordernde Kasuistik zum Reizdarmsyndrom sowie phytotherapeutische Behandlungsoptionen bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen im Fokus. Bei den Vorträgen kamen sowohl Experten aus der Medizin als auch der Pharmakologie zu Wort – diese interdisziplinäre Betrachtung lieferte ein umfassendes Bild von Patienten mit funktioneller Dyspepsie und Reizdarmsyndrom.

Der Magen als Regulator des Darm-Mikrobioms

Mit einer Einführung in das Thema Mikrobiom läutete Prof. Dr. med. Peter Malfertheiner (Klinikum der Universität München) seinen Vortrag ein. Er erläuterte darin die Besiedelung des Magen-Darm-Traktes durch Mikroorganismen, darunter überwiegend Bakterien, ferner Viren, Pilze, Archaea und Protisten. Diese Gemeinschaft der Mikroben interagiere in einem komplexen Netzwerk. Die Aufrechterhaltung ihrer Komposition trage dazu bei, den Organismus gesund zu erhalten.

Kernstück von Prof. Malfertheiners Ausführungen bildete die Vorstellung des Magens als maßgebliche Kontrollstation der mikrobiellen Zusammensetzung des Darms. Diese Kontrollfunktion gründe sich im Wesentlichen auf zwei Faktoren: die Magensäure und Helicobacter pylori. Die Bedeutung der Magensäure für diesen Zusammenhang sei durch Studien bereits nachgewiesen, in denen durch Säurehemmung mit Protonenpumpen-inhibitoren die Veränderung sowohl des gastralen als auch intestinalen Mikrobioms aufgezeigt werde. Ein klinisches Modell sei die Achlorhydrie bei autoimmuner Gastritis mit differenzierter Einflussnahme auf die mikrobielle Biodiversität des Magen-Darm-Traktes.

Eine besondere Bedeutung für die gastrointestinale mikrobielle Formationsdynamik schrieb Prof. Malfertheiner Helicobacter pylori zu. Bei Vorhandensein dominiere es die mukosale Zusammensetzung des gastralen Mikrobioms, sein Einfluss auf die luminale Komposition sei allerdings deutlich geringer. Daher trete ein relevanter Effekt von Helicobacter pylori auf das Darm-Mikrobiom erst bei eventueller Progression zur chronischen atrophischen Gastritis mit Abnahme der Säuresekretion ein.
Die Kenntnis über den Magen als Kontrollstation des Darm-Mikrobioms sei für die Erweiterung klinisch-therapeutischer Ansätze außerordentlich hilfreich, konstatierte Prof. Malfertheiner, insbesondere hinsichtlich Dyspepsie, bakterieller Fehlbesiedlung des Dünndarms und Reizdarmsyndrom.

Multi-Target-Ansatz bekämpft vielfältige Symptome und Ursachen funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen

Mit der Symptomatik, den Ursachen und der Therapie von Reizmagen und Reizdarm setzte sich Prof. Dr. med. Hans-Dieter Allescher (Klinikum Garmisch-Partenkirchen) in seinem Vortrag auseinander. Bei der Betrachtung der Ursachen rückte dabei die Rolle des Mikrobioms erneut in den Fokus: Denn eine Veränderung der mikrobiellen Zusammensetzung, so Prof. Allescher, führe zur Dysbiose und komme damit – neben Pathomechanismen wie viszerale Hypersensitivität, Motilitätsstörungen und Mikroinflammation – als Auslöser für Beschwerden von Reizmagen und Reizdarm infrage.

Eine zielführende Therapie funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen muss den vielfältigen Symptomen und Ursachen funktioneller Magen-Darm-Erkrankungen Rechnung tragen. Wie dies die Phytotherapie mit der Iberis-amara-Kombination (Iberogast®, STW5) leisten kann, erläuterte Prof. Allescher bei der Darstellung ihrer Wirkweise: Das Phytopharmakon setzt über einen Multi-Target-Effekt mit seinen einzelnen pharmakologisch wirksamen Komponenten zur selben Zeit an unterschiedlichen Zielorten an. Die Heilpflanzenextrakte wirken beispielsweise an Ionenkanälen, afferenten Nervenfasern und Muskelzellen. Auf diese Weise kann eine gestörte Motilität normalisiert, Hypersensibilitäten verringert, die Säureproduktion gehemmt und Entzündungen entgegengewirkt werden. Prof. Allescher hob darüber hinaus die Stärkung der Darmbarriere durch STW5 hervor.

Iberis-amara-Kombination beeinflusst Darm-Mikrobiom

Der Frage, wie Phytotherapie auch auf das Mikrobiom wirken kann, ging Apotheker Timo Thumann, Doktorand der Universität Graz in Österreich, nach. Er verwies hierzu auf die Ergebnisse einer in-vivo-Studie der Arbeitsgruppe um Prof. Dr. M.T. Khayyal, in der STW5 das Darm-Mikrobiom von Ratten mit einer induzierten Colitis Ulcerosa in Richtung der gesunden Kontrollgruppe verändern konnte. Zudem stellte er erste Ergebnisse seiner in-vitro-Studie vor, bei der ein Einfluss der Iberis-amara-Kombination auf verschiedene Bakterienstämme auch in humanen Proben deutlich wurde. Das Fazit aus beiden Studien: Die Ergebnisse legen einen positiven Einfluss von STW5 auf das Darm-Mikrobiom nahe, indem es den Anteil an mit Magen-Darm-Erkrankungen assoziierten Mikroorganismen erniedrigt und als eher nützlich erachtete erhöht.

Viele Therapiemöglichkeiten: eine Kasuistik fordert das Auditorium heraus

Wie interdisziplinäre Zusammenarbeit im Kampf gegen funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen aussehen kann, zeigten Prof. Dr. med. Martin Alexander Storr (Internistenzentrum MVZ Gauting-Starnberg) und Dr. Ulrich Koczian, Apothekenleiter der Linden-Apotheke in Augsburg, in einem gemeinsamen interaktiven Vortrag. Darin präsentierten sie den Fall der 59-jährigen Ursula B., die die Symptomatik postprandiales Völlegefühl, abdominelle Krämpfe und wechselnde Stuhltextur aufwies. Mit an das Auditorium adressierten Multiple-Choice-Antworten führten die Vortragenden durch den therapeutischen Fahrplan, bei dem die Phytotherapie mit der Iberis-amara-Kombination zum Einsatz kam. Auch weitere therapeutische Ansätze wie TCM, FODMAP, Psychotherapie und Laxantientherapie wurden näher erörtert. Neben einem Update zum leitliniengemäßen Verfahren und zur Differentialdiagnostik bei funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen gaben Prof. Storr und Dr. Koczian Tipps zur Beratung der Patienten. Zusammenfassend sprachen sie sich für ein multimodales Therapiemodell aus, das neben der medikamentösen Behandlung mittels Phytotherapie auch Lebensstilinterventionen und stuhlregulierende Maßnahmen miteinschließt.

Mit seinen facettenreichen Inhalten verdeutlichte das Iberogast®-Symposium die Vielschichtigkeit des Themas Mikrobiom und funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen. Ebenso klar wurde, dass insbesondere die Phytomedizin der belastenden Symptomatik von Reizmagen und Reizdarm bereits effizient begegnen kann.

Über Iberogast
Iberogast ist ein bewährtes pflanzliches Arzneimittel, das bei zahlreichen Verdauungsstörungen im Zusammenhang mit funktionellen und motilitätsbedingten Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizmagen und Reizdarm wirkt. Seine einzigartige Kombination besteht aus neun Heilpflanzen, wie beispielsweise Iberis amara (Bittere Schleifenblume), die durch Zusammenwirken und gegenseitige Ergänzung bei gastrointestinalen Symptomen rasche Linderung verschaffen können. Die Einnahme von Iberogast erfolgt dreimal täglich vor oder zu einer Mahlzeit, indem einfach 20 Tropfen in etwas Flüssigkeit (kein Grapefruitsaft) gegeben werden. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Iberogast wurde in zahlreichen Studien und Erhebungen an mehr als 70.000 Patienten dokumentiert.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

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