Montag - 2. Juli 2018



Über Larotrectinib (LOXO-101)
Larotrectinib ist ein experimenteller Tropomyosin-Rezeptor-Kinase-(TRK-)Inhibitor, der sich in der klinischen Entwicklung zur Behandlung von Patienten mit einer Tumorerkrankung befindet, bei denen eine Fusion von Genen des Neurotrophen Tyrosin-Kinase-Rezeptors (NTRK) vorliegt. Zahlreiche Studien legen nahe, dass die NTRK-Gene abnorme Fusionen mit anderen Genen eingehen können. Das dadurch entstehende Fusionsprotein kann in verschiedenen Körperbereichen die Entstehung solider Tumoren bewirken. Wie in den kürzlich im New England Journal of Medicine veröffentlichten Daten vorgestellt, zeigte Larotrectinib bei 55 Patienten, die verschiedene Arten von soliden Tumoren aufwiesen, eine durch Prüfärzte ermittelte Gesamtansprechrate (overall response rate, ORR) von 80 Prozent sowie eine laut unabhängigem Review bestätigte ORR von 75 Prozent. Die aufgetretenen Nebenwirkungen waren überwiegend solche vom Grad 1 oder 2.

Im November 2017 haben Bayer und Loxo Oncology einen exklusiven globalen Kooperationsvertrag für die Entwicklung und Vermarktung von Larotrectinib und LOXO-195, einen neuartigen TRK-Inhibitor, abgeschlossen. Bayer und Loxo Oncology werden die beiden Produkte gemeinsam entwickeln, wobei Loxo Oncology die laufenden klinischen Studien führen und für die Zulassung in den USA zuständig sein wird. Bayer übernimmt sämtliche regulatorische Angelegenheiten außerhalb der USA sowie die gesamten kommerziellen Aktivitäten weltweit. In den USA werden Bayer und Loxo Oncology beide Produkte gemeinsam vertreiben.

Weitere Informationen über die klinischen Studien mit Larotrectinib finden Sie unter www.loxooncologytrials.com. Larotrectinib ist weder von der US-amerikanischen Food and Drug Administration noch von der Europäischen Arzneimittelagentur oder anderen Gesundheitsbehörden zugelassen.

Über Krebserkrankungen mit NTRK-Fusionen
Eine Krebserkrankung mit NTRK-Fusion tritt auf, wenn eines der Gene für die Neurotrophe Tyrosin-Rezeptor-Kinase (NTRK) sich auf abnorme Weise mit einem anderen, nicht zusammenhängenden Gen verbindet, sodass ein verändertes Tropomyosin-Rezeptor-Kinase-Protein gebildet wird. Das veränderte Protein – das TRK-Fusionsprotein – ist permanent aktiviert und löst eine dauerhafte Signalkaskade aus. Diese Proteine werden bei den Patienten mit einer derartigen genfusionsbedingten Erkrankung zum primären Treiber der Streuung und des Wachstums des Tumors. Krebserkrankungen mit NTRK-Fusionen sind nicht auf bestimmte Zell- oder Gewebetypen beschränkt, das heißt sie können in allen Organen und Bereichen des Körpers auftreten. NTRK-Fusionen kommen mit unterschiedlicher Prävalenz bei vielfältigen soliden Tumorerkrankungen bei Erwachsenen wie auch Kindern vor. Dazu zählen Karzinome des Wurmfortsatzes, Brustkrebs, Gallengangskarzinome, Dickdarmkrebs, GIST (gastrointestinale Stromatumoren), Fibrosarkome bei Kindern, Lungenkrebs, MASC (mammary analogue secretory carcinoma) der Speicheldrüse, Melanome, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Schilddrüsenkrebs und verschiedene Sarkome. Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern mit bestimmten seltenen Tumorarten können bei über 60 Prozent NTRK-Fusionen involviert sein, so beispielsweise bei bestimmten Tumoren der Speicheldrüsen oder beim Fibrosarkom im Kindesalter. Nur mittels empfindlicher und spezifischer Tests kann ein durch NTRK-Genfusion bedingter Tumor zuverlässig nachgewiesen werden. Die Methode der Next-Generation-Sequenzierung (NGS) kann eine umfassende Analyse der genomischen Veränderungen liefern, die eine große Anzahl von Genen abdeckt. Auch die Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) kann zum Nachweis einer Krebserkrankung mit NTRK-Fusion herangezogen werden. Zudem kann mittels immunhistochemischer (IHC-) Methoden das Vorliegen eines TRK-Fusionsproteins nachgewiesen werden.

Onkologie bei Bayer
Mit dem Ziel, das Leben von Menschen zu verbessern, arbeitet Bayer an der Erweiterung seines Portfolios für innovative Behandlungen. Der Onkologiebereich bei Bayer umfasst vier zugelassene Präparate sowie weitere Wirkstoffe in verschiedenen Phasen der klinischen Entwicklung. Alle diese Produkte spiegeln den Forschungsansatz des Unternehmens wider, der die Suche nach geeigneten Zielmolekülen (Targets) zur Krebsbehandlung in den Vordergrund stellt.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als „Corporate Citizen“ sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Konzern mit rund 99.800 Beschäftigten einen Umsatz von 35,0 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,4 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

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Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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