FACHPRESSE
Donnerstag - 18. Juni 2020
Virtuelle Pressekonferenz der Bayer Nutztierakademie:

Tiergesundheit und Tierwohl zahlen sich aus!

Experten geben Antworten zu aktuellen Fragestellungen im Milchvieh- und Ferkelsektor / Neueste Erkenntnisse zu Ferkeldurchfall, Klauenpflege, Trockenstehmanagement, Melktechnik und Eustress und digitale Unterstützung der Kälberaufzucht

Leverkusen, 18. Juni 2020 – In der Jungtieraufzucht von Kälbern und Ferkeln wird der Grundstein für eine wirtschaftlich erfolgreiche Tierhaltung gelegt. Dass Tiergesundheit und Tierwohl zusammengehören und sich auszahlen, vermittelten Experten bei einer virtuellen Pressekonferenz der Bayer Nutztierakademie anhand aktueller Kernthemen. Tierärzte und Tierhalter schätzen Bayer als langjährigen Partner in Tiergesundheitsfragen. Die Nutztierakademie sieht darin den Auftrag, den Dialog zwischen Tierärzten, Tierhaltern und Experten voranzutreiben.

Neues Kombinationspräparat vereinfacht die Kokzidiosebehandlung

Mit nur einem Arbeitsschritt Saugferkel metaphylaktisch gegen Kokzidien behandeln und einer Eisenmangelanämie vorbeugen − das verringert den Stress der Ferkel, steigert die täglichen Zunahmen signifikant und spart Arbeitsschritte. Tierwohl bedeutet so gleichzeitig einen wirtschaftlichen Gewinn. Dr. Torsten Pabst, praktischer Tierarzt aus Dülmen, kommentiert die Vorteile des neuen Präparats von Bayer gegen Saugferkeldurchfall: „Aufgrund meiner Erfahrungen zeigen sich gleich mehrere Vorteile. Angewandte Tiergesundheit führt zu Tierwohl, gleichzeitig wirtschaftlichen Gewinn und mehr Zeit für die betriebliche Ausgestaltung.“

Lahme Kühe bedeuten Schmerzen und geringere Leistung

Erkrankungen des Bewegungsapparates schränken das Tierwohl in großem Maße ein. In einem guten Stall sollten weniger als 10 Prozent der Kühe lahm gehen. In Deutschland sind es aber tatsächlich 31-45 Prozent! Die Klauenpflege ist Grundvoraussetzung für langlebige und leistungsbereite Kühe. Dem Tierarzt werden häufig erst hochgradige Lahmheiten vorgestellt. Insbesondere hier, aber grundsätzlich bei jeder Lahmheit sollte eine Schmerzausschaltung erfolgen. „Eine prophylaktische Klauenpflege dreimalig im Jahr ist unbedingt anzustreben,“ rät Mag. vet. med. Hubert Reßler von der Höchstädter Klauenpflege GmbH und ergänzte: „Ein verstärktes Augenmerk ist schon auf die Aufzuchtphase zu richten. Gehen die Tiere bereits in dieser Phase lahm, ist das Risiko erhöht, dass sie in der ersten Laktation erneut erkranken.“

Längeres Trockenstellen von Erstlaktierenden führt zu besserer Leistung

Zahlreiche Studien belegen: Erstlaktierende Kühe benötigen eine achtwöchige Trockenstehdauer. Solange braucht das Milchdrüsengewebe, um sich vollständig zu regenerieren. Dr. Pirkko Bergmann, Produktmanagerin bei Bayer: „Bei einer Trockenstehzeit von acht Wochen liegt die Milchleistung in der zweiten Laktation um bis zu 3,4 kg/Tag höher als nach fünf bis sechs Wochen. Zusätzlich werden bessere Fruchtbarkeitsergebnisse erzielt“. Um die Kuh in den acht Wochen vor Neuinfektionen zu schützen, sollte stets ein interner Zitzenversiegler verwendet werden. Beim Einsatz antibiotischer Trockensteller muss der Wirkspiegel möglichst über die gesamte Trockenstehzeit erhalten bleiben. Eine längere Trockenstehzeit führt zu höherer Rendite.

Melktechnik und Eustress, Tipps und Tricks zum Trockenstellen

Dr. Dirk Hömberg, Melktechnikberater, und Dr. Andreas Striezel, praktischer Tierarzt, gaben Tipps, wie die Reduzierung der Milchleistung vor dem Trockenstellen tierwohlgerecht durch die Melktechnik, eine angepasste Fütterung (Reduktion des Energie- und Eiweißgehaltes) oder eine Umstallung gefördert werden kann, ohne dabei das Mastitisrisiko zu steigern.

Resilientere Kälber: Neue App für smarte Aufzucht

Hohe Sterblichkeits- und Erkrankungsraten der Kälber sind in deutschen Milchviehbetrieben keine Seltenheit. Hier steckt viel Optimierungspotential, denn gesund aufgewachsene Kälber sind weniger krankheitsanfällig. Resilientere Kälber haben höhere Tageszunahmen, geben später deutlich mehr Milch und zeigen eine bessere Fruchtbarkeit. So bliebe auch später die Kuh länger im Stall. Landwirten fällt es oft schwer, Probleme in der Kälberaufzucht anzugehen. Es fehlt schlichtweg der Überblick über die Schwachstellen und Vergleichswerte. Dr. Stephan Groeger, Veterinary Service Nutztiere und Leiter der Nutztierakademie: „Die vielfältigen Funktionen unserer neuen App „Resilienz für starke Kälber“ unterstützen Tierärzte und Landwirte, nicht nur resilientere Kälber aufzuziehen, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung der Färsenaufzucht zu erkennen.“

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der Konzern mit rund 104.000 Beschäftigten einen Umsatz von 43,5 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,9 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

Mehr Informationen unter www.tiergesundheit.bayer.de

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presse-Information kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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Bayer Vital GmbH
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Telefon: +49 214 30-57280