Montag - 25. November 2019
Bayer Bitterfeld GmbH verlieh erneut „Wissenschaftspreis“

Zwei junge Wissenschaftlerinnen mit Unternehmenspreis ausgezeichnet

Preisträger studierten an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
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v.l.n.r.: Dr. D. Bär (Bayer Bitterfeld GmbH), die Preisträgerinnen Dr. Lisa Lampp und Dr. Christine Piotrowski, Prof. K. Mäder (Pharmazeutische Technologie, Halle), Prof. P. Imming (Martin-Luther-Universität Halle)

Halle-Saale, 25. November 2019 – Seit dem Jahr 2008 verleiht die Bayer Bitterfeld GmbH den Wissenschaftspreis des Unternehmens für hervorragende Dissertationen an der Martin-Luther-Universität Halle (MLU), Institut für Pharmazie.

Der Wissenschaftspreis wurde auch diesmal ausgeschrieben. Eine Jury, die sich aus Vertretern der Universität und der Bayer Bitterfeld GmbH zusammensetzte, bewertete die eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten, die im Zeitraum 2018/2019 entstanden.

Bei den eingegangenen Bewerbungen waren die Qualität und die thematische Breite der Forschungsdisziplinen in der Pharmazie in Halle bemerkenswert. Die Jury ließ sich bei der Auswertung leiten von Kriterien wie Originalität der Arbeit, von der internationalen Sichtbarkeit der Erforschung, hervorgegangen aus der Dissertation, und von der Anfertigung der Arbeit an der Martin-Luther-Universität. In diesem Jahr entschieden die Juroren, zwei Dissertationen mit dem Wissenschaftspreis zu würdigen.

Erster Preis für Dr. Christine Piotrowski

Das Thema ihrer Dissertation lautet: „Charakterisierung der Calmodulin/bMunc13-2-Interaktion mit massenspektrometrischen Methoden“.

In einer Laudatio beschreibt Prof. Dr. Andrea Sinz, MLU, den Inhalt wie folgt: Calmodulin (CaM) ist eines der wichtigsten Calcium-bindenden Proteine im menschlichen Körper, für das über 300 Interaktionspartner bekannt sind. CaM reguliert in neuronalen Zellen Munc13-Proteine, welche die Ausschüttung von Neurotransmittern und damit die synaptische Kurzzeitplastizität regulieren. Diese ist unter anderem wichtig für das Erinnerungsvermögen.

Christine Piotrowski klärte die molekularen Grundlagen der Wechselwirkung zwischen CaM und der im Gehirn lokalisierten Munc13-Isoform bMunc13-2 mittels chemischer Quervernetzung und Massenspektrometrie und gewann somit Einblicke in die spezifischen Eigenschaften dieser Munc13-Isoform. Frau Piotrowski konnte in ihrer Arbeit zeigen, dass bMunc13-2 an der C-terminalen CaM-Bindungsstelle offensichtlich ein neues Bindungsmotiv enthält, welches nicht dem postulierten 1-5-10-Bindungsmotiv entspricht und sich N-terminal zu dem bisher bekannten CaM-Bindungsmotiv befindet. Während eines dreimonatigen Forschungsaufenthalts in der Arbeitsgruppe von Prof. Jens Meiler an der Vanderbilt University, Nashville, TN, USA führte sie Modeling-Studien durch als eine wesentliche Grundlage der vorliegenden Arbeit.

Zweiter Preis für Dr. Lisa Lampp

Für ihre Dissertation zum Thema „Synthese, Charakterisierung und Anwendung von stabilen organischen Radikalen als Spin-Sonden für die Elektronenspinresonanz-Spektroskopie“ wurde Dr. Lisa Lampp der Wissenschaftspreis verliehen.

Sie fertigte die Dissertation in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Imming (MLU) an, der die Ergebnisse wie folgt zusammenfasst: Frau Lampp gelang es erstmals, das vollständig deuterierte Galvinoxyl-d41 zu synthetisieren. Galvinoxyl-d41 hat durch die Hyperfeinkopplung des ungepaarten Elektrons mit den Deuteriumatomen ein sehr linienreiches, aber wohl strukturiertes EPR-Signal. Sie fand eine ganz neue Auswertungsmethode dieses Signals, um Sauerstoffgehalte bei niedrigen, physiologisch relevanten Sauerstoffkonzentrationen von 1-6% zu bestimmen. Herausragend sind Frau Lampps Arbeiten zu Tritylen, die sie auch drei Monate lang ans National Cancer Institute in Bethesda (USA) führten. Sie synthetisierte stabile Chlor- und Schwefel-substituierte Trityle und verkapselte diese in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Mäder (Pharmazeutische Technologie, Halle) in lipophilen Gelen. Mit diesen Materialien und Daten führte sie in-vivo-ESR-Experimente an Mäusen durch. Sie zeigte, dass die radikalhaltigen Präparationen geeignet waren, ca. drei Wochen lang Sauerstoffkonzentrationen zu messen. Ihre Dissertation wurde mit Bestprädikat „summa cum laude“ bewertet.

Die Preisverleihung erfolgte in der Historischen Aula der Martin-Luther-Universität während der feierlichen Zeugnisübergabe an die Absolventen der Fachrichtung Pharmazie.

Dr. David Bär, Vertreter der Bayer Bitterfeld GmbH, überreichte die Preise. Er sagte: „Mit der Verleihung des Wissenschaftspreises folgen wir einer langen Tradition der Bayer AG, wissenschaftliche Leistungen anzuerkennen. Mit dem Preis wollen wir aber auch auf uns aufmerksam machen als hochmoderner Produktionsstandort und interessanter Arbeitgeber in unmittelbarer Nähe zur Universität“.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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